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Bindungsentwicklung im Lebenslauf

Auf dem Hintergrund der Bindungstheorie von Bowlby befassen wir uns (1) mit der Entwicklung und Funktion des Inneren Arbeitsmodells von Bindung im Lebenslauf, (2) der Organisation Innerer Arbeitsmodelle von Bindung auf unterschiedlichen Ebenen (biologische Ebene, Verhaltensebene, Repräsentationsebene), (3) den individuellen, sozialen und biologischen Grundlagen von Bindungsunterschieden sowie deren Kontinuität und Stabilität vom Kleinkind- bis zum Jugendalter, (4) den langfristigen Konsequenzen von Bindungsunterschieden für die Verhaltensregulation im weiteren Entwicklungsverlauf, insbesondere für die Verhaltensregulation in Anforderungssituationen, (5) der Bedeutung allgemeiner und spezifischer Bindungsrepräsentationen bei der transgenerationalen Übertragung von Bindung.

Bewältigung von Anforderungssituationen vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter

Ausgehend von psychologischen und psychobiologischen Modellen zur Verhaltensregulation in Anforderungssituationen bzw. Bewältigung von Stresssituationen soll Verhaltensentwicklung auf der Ebene der Verhaltensorganisation untersucht werden. Auf der Grundlage einer umfassenden Beschreibung von an der Verhaltensorganisation beteiligten Prozessen (z.B. physiologische und emotionale Prozesse, kognitive Bewertungs- und Entscheidungsprozesse, verfügbare Handlungsstrategien etc.) soll versucht werden, die Verhaltensorganisation von Kindern im längsschnittlichen Vergleich in alterstypischen Anforderungssituationen auf unterschiedlichen Ebenen zu beschreiben und ihre individuellen und sozialen Grundlagen zu bestimmen.

Grundlagen von Elternverhalten: Wahrnehmung von Emotionen

Ausgehend von entwicklungspsychobiologischen und informationstheoretischen Modellen wird die Aktualgenese von Elternverhalten, insbesondere der Reaktion auf kindliche Emotionsäußerungen, und dessen entwicklungspsychologischen Grundlagen untersucht. Hinweise auf dem Elternverhalten zugrunde liegende Informationsverarbeitungsprozesse sollen sowohl auf physiologischer Ebene, auf mimischer (prozeduraler) Ebene sowie auf der Ebene bewusster (deklarativer) Beurteilungen erhoben werden. Dabei soll auch untersucht werden, (1) inwieweit sich in typischen Informationsverarbeitungsprozesse, die bei Eltern mit unbelasteten Lebensbedingungen feststellbar sind, Unterschiede ergeben bei Eltern, die Stressbelastungen ausgesetzt sind oder bei denen sich Hinweise auf abweichendes Elternverhalten ergeben, (2) auf welcher Ebene sich solche Unterschiede äußern, (3) wie diese psychologisch bzw. entwicklungspsychologisch erklärt werden können, und (4) welche Konsequenzen sich daraus sowohl für konkrete elterliche Verhaltensreaktionen als auch langfristig für die kindliche Verhaltensentwicklung ergeben.

Interessen und Lernstrategien

Prüfungsangst

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